Geschichte der Zunft

Die Fasent in Lautenbach gibt es schon seit Jahrzehnten. Drahtzieher der Fasent war die "Narrengemeinschaft", die von den Zinkengruppen des Dorfes unterstützt wurde.

Außer den örtlichen Veranstaltungen war der Fasent-Dienstag mit dem Umzug und den Kundgebungen über die Geschehnisse des vergangenen Jahres Höhepunkt der Lautenbacher Fasent.

1978 beschlossen die "Fasentmacher", eine Narrenzunft zu gründen. Am 11.11.1978 fand im Gasthaus Schwanen die Gründungsversammlung statt.

Knapp 18 Monate später, am 25.04.1980, wurde in einer Elferratssitzung die Gründung einer Häs beschlossen.
Seither lautet der Name: Narrenzunft "Höllwaldteufel" Lautenbach.

Der Höllwaldteufel trägt ein grün-rotes Spättlekostüm mit Pellerine, eine Holzmaske und hat immer einen Gabelstock mit Narrenschellen bei sich. In der Kampagne 1980/ 1981 waren bereits 8 Höllwaldteufel unterwegs und trieben ihr Unwesen.

Am 21.02.1982 fand der erste Eröffnungsabend der jungen Zunft in der damaligen Strand-Bad-Halle statt. Ein großer Erfolg und somit bis heute fester Bestandteil der Luddebächer Fasent.

1982 erweiterten die Höllwaldteufel ihre Aktivitäten, in dem sie am Schmutzigen Donnerstag morgens das Dorf weckten, die Strassen zierten und einen Umzug veranstalteten.

Nicht lange warten ließ dann der Eintrag in das Vereinsregister beim Amtsgericht Oberkirch. Datum war der 27.09.1982.

1983 war ebenfalls ein wichtiges Jahr der noch jungen Zunft. In diesem Jahr erfolgte die Aufnahme in den Ortenauer Narrenbund und in den Bund Deutscher Karneval.

Als erster Zunftmeister wurde Rudolf Kohler gewählt. Er führte von der Gründung bis zum Jahre 1988 die Geschicke der Zunft. So war er maßgeblich daran beteiligt, dass 1980 der Höllwaldteufel zum Leben erweckt wurde. Als er bei der Generalversammlung 1988 nicht mehr als Zunftmeister zur Verfügung stand, wurde er auf Grund seiner Verdienste zum Ehrenzunftmeister ernannt.

Ihm folgte Klaus Gieringer. Unter der Leitung von Zunftmeister Klaus I. wurde am 03./ 04.02.1990 das erste, richtig große Fest gefeiert - ein Teufelstreffen anlässlich des 11-jährigen Jubiläums der Zunft. Mit viel Engagement und Arbeitseinsätzen meisterten die Teufel und ihre Führungsriege dieses Jubiläum mit Bravour. Ebenso wurde unter seiner Regie die Narrenkappe gegen einen Zunftratshut ausgetauscht.

In der Generalversammlung am 15. November 1997 wurde dann Stephan Sester zum Zunftmeister gewählt.

Viele Termine füllen den Kalender der Höllwaldteufel über die fünfte Jahreszeit. Zahlreiche Beteiligungen an Umzügen anderer Zünfte gehören genauso zum Fahrplan wie die Durchführung der zunfteigenen Veranstaltungen.

Neben den Arbeitseinsätzen während der vereinseigenen Veranstaltungen tragen die Höllwaldteufel, der Zunftrat, die Garde und auch die Jungteufelgruppe Programmpunkte zu den einzelnen Veranstaltungen bei. Auch andere Interessensgemeinschaften bereichern jedes Jahr die Luddebächer Fasent mit ihren Beiträgen.

Die Häsgruppe ist mittlerweile auf 72 Hästräger und 35 Jungteufel (Kinder und Jugendliche) angewachsen.

Eine ganz besondere Gruppe hat sich aus den Gründungsmitgliedern herauskristallisiert. Die Oldtimer.

Unter Zunftmeister Stephan I. (Stephan Sester) wurde am 27. und 28. Januar 2001 das 22-jährige Jubiläum der Zunft gefeiert. Eingeladen zu diesem Teufels- und Freundschaftstreffen waren zahlreiche Zünfte aus nah und fern.

Nach 24 Jahren Zunftratstätigkeit, davon 12 Jahre als Zunftmeister, endete am 14.11.2009 die Ära Stephan Sester.

Erstmals in der Geschichte der Narrenzunft werden die Höllwaldteufel von drei Zunftmeistern Daniel Rosa, Andreas Oberle und Jens Wiedemer geführt.

Seit 2015 führen Jens Wiedemer, Andreas Oberle und Hubert Sehlinger die Zunft im Dreigestirn an.